Was ist Agrarpsychologie?

Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht

Was ist Agrarpsychologie?

Die Agrarpsychologie vereint den landwirtschaftlichen Sektor und die Psychologie und bildet daraus ein neues interdisziplinäres Forschungsgebiet, welches derzeit in dieser Kombination einzigartig ist.

Es handelt sich um die Auseinandersetzung mit den bewussten und unbewussten psychischen Vorgängen des Menschen, seinem Fühlen, Denken und Handeln speziell im landwirtschaftlichen und ländlichen Kontext. Hierbei geht es explizit um die hier agierenden Personen sowie um die Herausforderungen, Umstände und Besonderheiten dieses Bereiches.

Als Akteur*innen werden alle diejenigen gesehen, die in den oben genannten Kontexten tätig, mit diesen direkt oder indirekt verbunden sind oder durch sie beeinflusst werden.

Der psychologische Aspekt setzt sich zum größten Teil aus der Arbeits- und Organisationspsychologie zusammen, bezieht sich aber auch auf klassische Elemente der Sozial- und allgemeinen Psychologie.

Demzufolge befasst sich die Agrarpsychologie mit Themen, die im bäuerlichen Leben von Interesse sind, wie:

  • Arbeitsbedingungen und Arbeitsgestaltung
  • Arbeitsmotivation und Arbeitszufrieden
  • Arbeitsbelastung und Stress
  • Depression, Burn-out und Suizide
  • Gesundheitsmanagement
  • Konflikte
  • Hofnachfolge
  • Mitarbeiterführung

  • Weiterbildung
  • Stereotypendenken

  • Gruppendynamiken und Zusammenhalt in ländlichen Räumen

  • Klassische Rollenverteilungen

  • Widersprüchliche Handlungen von Verbrauchern

Darüber hinaus soll das Themenspektrum stetig erweitert werden.

Schließlich wird so, für alle Interessierten rund um die Agrarpsychologie, ein Raum für Austausch, Kommunikation, Information, Hilfe etc. geschaffen.